Töchter der Kunst

„Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“ (Schiller, 1795)

Die Töchter der Kunst sind ein basisdemokratischer, von Frauen** initiierter, gemeinnütziger Verein für angewandte, künstlerische Mädchen* – und Frauen* – Erforschung und Arbeit. Der Verein wurde im Mai 2008 von den in Wien ansässigen Künstlerinnen* Chantal M. Stummer und Nico Wind als spartenübergreifende, frauen*orientierte Realisierungsplattform gegründet. Als Plattform und Produktionsträger fördert der Verein weibliche* Kunst- und Kulturschaffende. Der Verein entwickelt eigene Theater- und Performanceprojekte mit Genderbezug und bewirkt somit durch Sensibilisierung und Sichtbarmachung eine Veränderung der patriarchalen Gesellschaftsstruktur. Seit 2014 legen die Töchter der Kunst ihren Schwerpunkt auf das Schaffen von partizipativen, theatralen Werken, die sich speziell mit Gender-Mainstreaming und der Förderung von Mädchen* und jugendlichen Frauen* beschäftigen.

Wieso weibliche* Kunst:
(für alle die es genauer wissen wollen)

Wie es sich in dem Projekt „MACHS DIR SELBST – Frauen in der Kunst (Feminismus ist sexy?)“ welches im Zeitraum von Jänner 2013 – Jänner 2015 stattfand – herausgestellt hat, sind Wahrnehmung und Wertschätzung von Frauen* in der Kunst- und Kulturarbeit noch immer mangelhaft. Wir leben in einer Gesellschaft, in der nicht die „Heimat großer Menschen“ besungen wird, sondern ein sinnloser Disput um Söhne* und/oder Töchter* herrscht, wodurch ein binäres, geschlechterstereotypes Gesellschaftssystem in Blei gegossen wird. Auch heutzutage wird der Mann* als Schöpfer* angesehen, wohingegen die Frau* künstlerisch nebensächlich und als „Ergänzung“ betrachtet wird oder sich selbst so darstellt. Frauen* erfahren oft nicht die Frühförderung und gesellschaftliche Bestätigung ihrer männlichen* Kollegen* und präsentieren ihre eigene Kunst darum nicht selten mit marginalisierender Bescheidenheit oder gar Scham. Meist sind Führungspositionen in Kunst- und Kultureinrichtungen durch Männer* besetzt; somit wird logischerweise thematisiert, was diese für repräsentabel, dringlich und künstlerisch wertvoll erachten. Da Kunst ein Spiegel der Gesellschaft ist, wird mit dieser Vorgehensweise eine rein männliche* Sicht auf die Welt reproduziert und die Sicht der Frauen* weiterhin ausgespart. Dem wollen wir entgegenwirken, indem wir unser besonderes Augenmerk auf weibliche* Präsenz in allen Bereichen der Produktion von Kunstwerken legen, und somit eine ganzheitliche, tolerante und vielseitige Zukunft fördern.

Töchter der Kunst:
u.a. Nico* Wind, Iris Maria Stromberger, Tanja Grossauer-Ristl, Marina Dell’mour,  Sonja Beran, Valerie Welkhammer, Chantal M. Stummer, Iris Waldhäusl, Julia Nina Kneussel, Dorothee Joss, Alexander Fleckl, Gregor Mraz, Stephan Lack, Bernadette Stummer, Karl Stromberger, Bettina Tomandl – Wanek, Indigo, Veronica Lion, Isabel Holter, Adriana Daly Peterova, Kurt Andreas Weber, Stefanie Eisl, Whitney Kathryn Isaacs, Andrea Reisinger, Babara Dauer, Mona Allgaier, Michael Liszt, Ariane Oechsner, Stephanie Taborsky

*• Wir verwenden in unseren Texten eine Kombination aus dem generischen Femininum (die rein weibliche* Form) und des * (Sternchens).
• Unsere Schreibweise bezweckt  die Sichbarmachung von Frauen* und weiblichen* Sichtweisen, sowie die Kritik einer zweigeschlechtlichen und unreflektierten Sichtweise und Verwendung von Wörtern.
• Das * (Sternchen) verweist auf die Konstruiertheit der Idee von genau zwei Geschlechtern sowie auf die Konstruiertheit vieler anderer Nor-men, Konnotationen und begrifflicher Abgrenzungen im Sprachgebrauch.
• Es sollen sich in diesen Texten alle menschlichen* Wesen angesprochen fühlen, gleichgültig welchem Geschlecht (Frau*, Mann* und Trans – oder Intergender oder andere) sie sich zuordnen wollen.
• Eine ideale Schreib- und Sprachform ist unserer Meinung nach im deutschen Sprachgebrauch (noch) nicht verfügbar.

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